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Ein regionaler Beitrag für eine globale Aufgabe

Landkreis Neu-Ulm pflanzt bei Unterroth einen Klimawald

Noch sind es dürre Äste, welche die Bäume bei Unterroth von sich strecken, doch in einigen Jahren soll es ein richtiger Wald sein – ein Klimawald, um genau zu sein. Auf 1,7 Hektar hat der Landkreis Neu-Ulm jetzt auf einer eigenen Fläche bei Unterroth 8.100 Bäume gepflanzt. Damit schafft der Landkreis ein Projekt, um auf lokaler Ebene etwas gegen die CO2-Zunahme zu tun. Mindestens 22 Tonnen CO2 können dann pro Jahr von den Bäumen gebunden werden.

Beim Startschuss zur Pflanzaktion tatkräftig mit angepackt, hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4c aus Buch. Sie griffen begeistert zum Spaten, um die ersten Bäume in die Erde zu bringen. Dabei wussten sie genau, was das Ziel der Aktion ist: „Etwas für die Umwelt tun“ war die Antwort. Entsprechend fleißig waren sie bei der Sache, was zum Schluss fast in einem kleinen Wettbewerb endete, wer die meisten Bäume gepflanzt hatte. Ganz vorne mit dabei war man mit 17 Bäumen in einer knappen Stunde.

Tatkräftige Unterstützung gab es unter anderem von Landrat Thorsten Freudenberger, Unterroths Bürgermeister Gerhard Struve und Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik. „Die Natur bereitet uns viel Freude, aber es gibt Anlass zur Sorge“, sagte Landrat Thorsten Freudenberger. „Wir müssen etwas tun, sonst bekommen wir Probleme mit dem Klima.“ Deshalb habe der Landkreis überlegt, was er konkret leisten könne. Dadurch ist die Idee mit dem Klimawald entstanden. Ideengeber war Michael Angerer, Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung am Landratsamt Neu-Ulm. Er hat die Maßnahme initiiert und umgesetzt. Unterstützung und fachliche Hilfe gab es von Revierförster Bernd Karrer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Krumbach.

„Die Zunahme des CO2- und Methangas-Ausstoßes weltweit ist alarmierend“, erläuterte Michael Angerer. Dies führe zu einer globalen Erwärmung. „Die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen sind auch bei uns spürbar. Trocken- und Hitzeperioden verstärken und verlängern sich. Lokale Unwetterereignisse mit Starkregen und Stürmen nehmen zu.“

Der Landkreis Neu-Ulm möchte sich deshalb verstärkt und aktiv bei Natur-, Arten- und Klimaschutzmaßnahmen  beteiligen. „Wir wollen regional einen kleinen Beitrag zu einer globalen Aufgabe leisten“, sagte Freudenberger. Gerne übernimmt der Landkreis Neu-Ulm hier eine Vorbildfunktion und hofft auf viele Nachahmer.

Dass der Wald bei Unterroth entsteht, begeisterte Gerhard Struve. „Wir freuen uns sehr, dass hier die Aufforstung durchgeführt wird.“ Insgesamt wurden 6.350 Eichen, 1.550 Linden und Hainbuchen sowie 400 heimische Sträucher gepflanzt. Aber nur bei den ersten hundert Bäumen hieß es Hand anlegen für die fleißigen Helferinnen und Helfer. Den Rest übernahm ein professioneller Pflanztrupp. Trotzdem wird es auch immer ein bisschen der Wald der Schülerinnen und Schüler bleiben, von dem sie hoffentlich noch sehr viel haben werden.

Fotos: Landratsamt Neu-Ulm/Kerstin Weidner

© Martina Herrmann E-Mail

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